Grill anzünden – aber richtig!

Grill richtig anzünden

Grill richtig anzünden – aber sicher!

Gibt es eine angenehmere Atmosphäre, um mit Familie und Freunden zu essen und beisammen zu sein, als bei einem üppigen BBQ mit schönstem Wetter? Wobei bei vielen das Anzünden und Bedienen des Grills eher eine individuelle als eine gemeinsame Sache ist. Dabei ist die Rollenverteilung oft eindeutig. Wenn Sie derjenige sind, der sich regelmäßig um das Anzünden des Holzkohlegrills kümmern muss oder gerne zukünftig der Chef am Kohlegrill sein wollen, können Ihnen unsere folgenden Tipps eine gute Wissensbasis liefern.

7 Tipps zum Grill anzünden

Arten, Hilfsmittel und Tipps für sicheres Grillen und leckere Ergebnisse

1. Aufstellen in einem offenen Raum

Der Ort, an dem Sie ihren Holzkohlegrill aufstellen, sollte wohl gewählt sein. Ein Feuer ist ein Feuer, also sollten Sie Ihren Grill auf einem offenen Platz, mehrere Meter entfernt von Zäunen oder Bäumen aufstellen. Auch ein Feuerlöscher oder ein vollgefüllter Eimer mit Wasser in der Nähe sollte Standard sein. Genauso, dass keine kleinen Kinder im Bereich des Grills toben und spielen sollten. Verwenden Sie zum Auflegen und Wenden des Grillguts eine möglichst lange Grillzange mit wärmeisolierten Griffen. Erstens verbrennen Sie sich so nicht und zweitens macht eine ordentliche Zange das Grillen komfortabler für Sie.

2. Kaufen Sie qualitativ hochwertige Holzkohle


Wenn Sie sich einen Holzkohlegrill kaufen, achten Sie auch bei der Holzkohle auf eine hohe Qualität und nachhaltige Produktion. Ideal geeignet ist Kohle aus gekalktem Holz. Diese lässt sich leichter entzünden und glüht länger. Außerdem ist sie frei von chemischen Zusätzen, was die Gesundheit schont und den Geschmack der Speisen nicht negativ beeinflusst.

3. Verwenden Sie einen Anzündkamin zum Anzünden


Ein Grill-Schornstein, auch Kohlestarter genannt, verspricht glühende Kohlen in nur 15 Minuten. Kohle oder Briketts können Sie im Kohlestarter mit ein paar Stück Papier spielend leicht anzünden. Das ca. 30 cm hohe Rohr aus Metall hat einen isolierten Griff. So können Sie die Holzkohle einfach in den Grill schütten, sobald diese glühen und grillbereit sind. Der Anzünd-Kamin schützt die Grillkohle und verhindert Funkenflug auch an windigen Tagen.

4. Nutzen Sie Anzündwürfel als Alternative zum Anzündkamin


Wenn Sie keinen Kohlestarter haben oder anschaffen wollen, ordnen Sie die Holzkohle stapelweise an. Dann schieben Sie die Bälle aus Zeitungspapier, Anzündwürfel oder Holzspäne zwischen die Grillkohle. Zünden nun das Papier mit einem Stabfeuerzeug an und lassen Sie den Flammen ihren Lauf. Natürlich kann hier auch ein elektrischer Grillkohleanzünder als Komfort-Variante nenutzt werden. Wenn sich die ersten Kohlen entzündet haben, geht es normalerweise von alleine weiter. Ansonsten können Sie durch leichtes Rütteln oder mit der Grillgabel nachhelfen. Dann fügen Sie ein paar Kohlen am Rand des Grills hinzu, um die Grillfläche zu vergrößern.

5. Grill anzünden
Arten der Hitzesteuerung

Entscheiden Sie vorab, ob Sie direkte oder indirekte Hitze benötigen. Durch das geschickte Anordnen der Holzkohle können Sie sich verschiedene Wärmezonen schaffen.

Direkte Hitze


Wenn Sie sich Ihren Grill als Pendant zu einem Herd vorstellen, ist eine vollflächige Kohleschicht gleichbedeutend mit einem Herd, bei dem alle Herdplatten auf höchster Stufe verwendet werden. Wenn Sie über einer solchen Kohlefläche Burger, Steaks und Spieße grillen, ist vergleichsweise schnell garendes Grillgut in wenigen Minuten fertig, aber alles, was längere Zeit benötigt, wird verbrennen. Wenn Sie also verschiedene Fleischstücke oder auch Gemüse parallel grillen, sollten Sie sich zwei Grillzonen schaffen.

Indirekte Hitze


Schieben Sie die Kohle auf eine Seite des Grills. Die andere Seite bleibt frei. Dickere Fleischstücke können so schonend durch die indirekte Hitze gegart werden. Alternativ können Sie die kohlefreie Seite auch zum Warmhalten von Würstchen oder Ähnlichem nutzen.
Bei einem Kugelgrill können Sie in der Mitte der Holzkohle einen kreisrunden Bereich freilassen oder eine alte Bratschale in die Mitte des Grills setzen. Um diese verteilen Sie dann die Kohlen. So entsteht eine Art Smoker-Effekt, der beispielsweise ideal für das Grillen eines Spießbratens ist.
Das indirekte Grillen ist perfekt für größere Stücke mit Knochen wie z. B. Huhn oder Lamm. Über der freien Zone können Sie natürlich auch empfindliche Produkte wie Fischfilets grillen, ohne dass sie verbrennen.

Extra-Tipp:

Wenn Sie die Kohlen wie eine Rampe, also auf einer Seite hoch und zur anderen Seite abfallend anordnen, erhalten Sie einen Wärmegradienten von glühend heiß bis leicht brutzelnd. Das stellt sich vor allem als nützlich heraus, wenn Sie für eine große Menge an Gästen grillen.

6. Lernen Sie zu erkennen, wann die Kohle grillbereit ist


Wenn Sie das Grillgut bereits auflegen, wenn die Grillkohle noch nicht fertig sind, kann es verbrennen. Wenn Sie die Farbunterschiede der Kohle erkennen und beurteilen können, finden Sie immer den perfekten Moment, um mit dem Grillen zu beginnen.

Schwarz oder mittel- bis dunkelgrau mit Flammen: Sie haben noch Zeit für ein Bier.

Weiß mit rot-glühenden Punkten: bereit für das Grillen mit direkter Hitze.

Ascheweiß: bereit für das Grillen mit indirekter Hitze.

7. Verwenden Sie ein Thermometer


Mittlerweile gibt es kleine Thermometer-Stifte, mit denen Sie die Kerntemperatur Ihres Grillguts messen können. Beispielsweise bei Rindersteaks sind sie so auf der sicheren Seite und können, wenn Sie mögen, auf individuelle Wünsche Ihrer Gäste eingehen.

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